Gesundes Essen und gesunde Ernährung – Darauf kommt’s an

Ernährung ist und war stets die essentielle Grundlage für ein gesundes, nachhaltiges Leben. Bisweilen führte das moderne Leben jedoch zu Situationen, wo diverse Mangelerscheinungen die Regel darstellen. Viele Menschen ernähren sich zu großen Anteilen aus Fertiggerichten, Fast Food und dergleichen – wichtige Nährstoffe kann der Körper hierdurch nicht in ausreichender Menge aufnehmen. Ein industriell gefertigtes, also mit diversen Zusatzstoffen „aufbereitetes“ Essen ist günstig und praktisch überall und jederzeit verfügbar. Allerdings rächt sich ein derartiger Lebensstil über kurz oder lang, denn eine permanente Minderernährung hinterlässt Spuren im Körper.

Wir geben in den folgenden Absätzen eine Hilfestellung dazu, Ernährung wieder aus einem natürlichen Blickwinkel zu betrachten und gesundes Essen in seinen Alltag zu integrieren.

Was kann und was muss Ernährung leisten?

Wissenschaftler sind sich einig, dass der wachsende Anteil an industriell verarbeiteten Lebensmitteln langfristig zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führt. Denn hierdurch wird eine einseitige Ernährung manifestiert, die unglaublich günstig und schnell verfügbar ist – genau die Faktoren, die in einer hektischen und sich immer schneller drehenden Welt gefragt sind. Dabei ist eine gesunde Ernährung nicht besonders schwierig, sofern man einige Grundlagen betrachtet. Hierbei geht es nicht darum, alles perfekt zu machen, sondern die typischen Fehler zu vermeiden. Niemand ist perfekt und unser Körper ist in der Lage, kleinere Schnitzer problemlos auszugleichen. Hierfür muss diesem aber zunächst die Basis gegeben werden, sich natürlich entwickeln zu können.

-          Je weniger stark ein Lebensmittel verarbeitet oder veredelt wurde, desto höher ist der gesundheitswirksame Effekt. Die darin enthaltenen Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente liegen in einer sehr hohen Qualität und Bioverfügbarkeit vor. Der menschliche Organismus kann diese Lebensmittel also ohne größeren Aufwand verwerten und nutzen. Industriell gefertigte Lebensmittel benötigen hingegen ein Vielfaches an Aufwand, wodurch der Körper an Reserven ankoppeln muss, die durch das Lebensmittel selbst in nicht ausreichender Menge wiederaufgefüllt werden.

-          Obst und Gemüse, möglichst roh, sollte genauso wie Fisch oder moderat auch Fleisch als Teil des Ernährungsplans gesehen werden. Hierdurch behalten die Lebensmittel ihren natürlichen, äußerst intensiven Geschmack.

-          Ballaststoffe sind nur in Gemüse und Getreide wirklich nennenswert vorhanden. Sie sind so etwas wie die tägliche „Putzkolonne“, denn sie bringen die Verdauung auf Trab und helfen so, Rückstände minderwertiger Nahrung zu entfernen. Eine gesunde Verdauung wirkt sich auf alle anderen Prozesse im Organismus aus.

Praktische Tipps für den Alltag

Wer das Risiko auf ein Minimum reduzieren möchte, durch stark verarbeitetes Essen auf seinen natürlichen Geschmackssinn zu verzichten, sollte die Grundlagen einer gesunden Ernährung beachten. Im Folgenden werden sieben Punkte dargestellt, die es jedem einfach möglich machen, im Alltag auf gesunde Nahrung zu setzen.

-          Natürliches, möglichst unbehandeltes Obst und Gemüse sollte zu jeder Mahlzeit gereicht werden. Rohkost ist ideal, da so ein Großteil der wichtigen Makronährstoffe enthalten bleiben. Rohkost hat den Vorteil, dass dieses richtig und langsam gekaut werden muss, damit es gut verdaut werden kann. Hierdurch tritt ein effektives Sättigungsgefühl ein, sodass der Abstand zwischen den Mahlzeiten größer wird – ideal, um sich optimal zu ernähren und Übergewicht zu reduzieren.

-          Zucker, vor allem in Form von Industriezucker oder versteckten „Geschmacksverstärkern“, sollte strikt gemieden werden. Es gilt der Grundsatz: Je süßer ein Lebensmittel schmeckt, desto mehr kurzkettige Kohlenhydrate sind darin vorhanden. Diese wirken sich unmittelbar auf den Blutzuckerspiegel aus, wodurch es vermehrt zu Heißhungerattacken kommt.

-          Wer selbst kocht, nimmt direkt Einfluss auf die Qualität seiner Lebensmittel. Viele Fertiggerichte lassen sich selbst zusammenstellen, ohne dabei auch Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker und dergleichen zu setzen. Die Zeit hierfür sollte man sich unbedingt nehmen, denn gesundes Essen und eine gesunde Ernährung haben stets etwas mit Kontrolle zu tun. Indem man selbst Einfluss auf Zutaten, Gewürze und Zubereitungsart nimmt, können Geschmacksnuancen viel besser wahrgenommen werden. Das Risiko bestimmter synthetischer Zusatzstoffe, die teilweise gar nicht auf der Verpackung von Fertigessen angegeben werden, bleibt somit außen vor.

-          Fett und Eiweiß muss der Mensch zwangsläufig von außen zuführen, also durch entsprechende Lebensmittel. Kohlenhydrate hingegen, die heute einen großen Anteil an der Gesamtaufnahme ausmachen, können zum Großteil selbst vom Körper hergestellt werden. Es ist also gar nicht notwendig, stets und kontinuierlich auf kohlenhydratreiche Kost zu setzen. Gesundes Fett macht entgegen der landläufigen Meinung keineswegs „fett“, sondern hat einen deutlich größeren Sättigungswert. Fett ist zugleich ein Geschmacksträger. Setzen Sie auf einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Wählen Sie hochwertiges Oliven- oder Rapsöl, setzen sie auf gesunde Nüsse und Schalenfrüchte.

Fazit und abschließende Bemerkungen

Aller Anfang ist schwer, das gilt gerade für diejenigen, die lange Zeit wenig bis gar nicht auf ihre Ernährung geachtet haben. Das fängt beim veränderten, an industrielle Stoffe gewöhnten Geschmackssinn an und geht bis hin zur fehlenden Disziplin, mehrere Stunden Pause zwischen den einzelnen Mahlzeiten einzuhalten. Niemand verlangt von Ihnen, alles von jetzt auf gleich zu verändern. Je älter man ist, desto schwieriger fällt eine so gravierende Umstellung in der Regel. Hier wäre es dann wichtig, zunächst einzelne Bestandteile in der Ernährung durch natürliche Lebensmittel zu ersetzen.

Zugleich sollte der Anteil an industriell gefertigten Essenswaren sukzessive verringert werden. Der Fokus liegt hier auf reichhaltigen, sattmachenden Lebensmitteln. Orientieren Sie sich dabei am regionalen und saisonalen Angebot an Obst und Gemüse. Je vielfältiger die Ernährung ausfällt, desto gesünder und desto einfacher fällt es, dem angestammten Interesse an Fertigessen zu verzagen.

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