Training Booster: Sind Training Booster sinnvoll?

Jeder Sportler kennt die Situation: Man kommt müde von der Arbeit, der Stress im Job steckt einem in den Knochen und privat läuft es auch nicht rund. Trotzdem steht eigentlich die nächste Einheit im Gym auf dem Plan – doch woher die Motivation nehmen? 

In diesen Fällen können Training Booster eine Möglichkeit sein, dem inneren Schweinehund ein Schnippchen zu schlagen und die letzten Energiereserven zu mobilisieren.

Doch sind Training Booster tatsächlich so sinnvoll, wie es die Hersteller von Nahrungsergänzungsmittel und die Supplement-Industrie versprechen? Was steckt dahinter und wie lassen sich Training Booster optimal in die Trainingsplangestaltung einbauen?

Training Booster: Was ist das überhaupt?

Wenn man sich im Gym umhört, scheinen sich die Booster gegenseitig zu übertreffen: Booster X "haut richtig rein", dafür sorgt Booster Y für neue Bestleistungen und Booster Z wiederum für nicht enden wollende Ausdauer. Gleiches gilt für die Vertreter der sogenannten Generation YouTube oder für die Stars der Fitness-Szene auf Instagram: Auch hier werden reihenweise Booster beworben. Es scheint fast so, als wäre hartes Training ohne einen entsprechenden Training Booster im Vorfeld nicht möglich.

Sieht man sich die Zusammenstellungen fertiger Booster genauer an, so erkennt man ziemlich schnell, dass nahezu alle Produkte Koffein in unterschiedlich hoher Dosierung enthalten – unabhängig von Marke und Produktlinie.

Daher lohnt sich ein kurzer Blick auf diesen einfachen, dafür aber umso effektiveren Inhaltsstoff – was kann Koffein, wenn es faktisch als Basisstoff für die gängigen Training Booster dient?

Der Stoff, aus dem die Training Booster sind: Koffein

Koffein wird aus dem Kaffeestrauch gewonnen und gilt nach Auffassung der Weltgesundheitsorganisation WHO als psychoaktives Stimulanz. Als Alkaloid (Pflanzengift) ist es in der Lage, sich auf vielfältige Weise im Stoffwechsel zu betätigen; hauptsächlich sorgt es für die

  • Anregung des ZNS
  • Steigerung der Herzfrequenz
  • Erhöhung des Blutdrucks
  • Anregung der Darmtätigkeit


Damit ist klar, warum gerade Koffein als Grundlage von Boostern funktioniert: Die leistungssteigernden und stoffwechselaktivierenden Effekte sorgen auch in einem Umfeld von Müdigkeit und Stress dafür, den Fokus auf die Trainingseinheit zu behalten und darüber hinaus die ein oder andere zusätzliche Wiederholung zu ermöglichen.

Fertige Training Booster: Die Mischung macht's!

Neben Koffein enthalten die handelsüblichen Booster zahlreiche Zusatzstoffe. Oft ist auch Kreatin enthalten – was vor allem für die Sportler wichtig ist, die bereits Kreatin supplementieren. Die durch den Booster aufgenommene Menge sollte in die Gesamtbilanz der extern zugeführten Kreatinmenge hinzugerechnet werden – damit eine Überdosierung in jedem Fall verhindert wird.

Häufig werden bei einem Training Booster auch Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe zugesetzt, die für eine bessere Durchblutung sorgen und gleichzeitig die Nährstoffversorgung des Stoffwechsels optimieren. Daneben gibt es explizite Pump-Booster: Diese zielen vor allem darauf ab, den subjektiv empfundenen Trainingsreiz zu steigern und damit bessere Leistungen und eine bessere Performance zu fördern. Hier kommt anstatt Koffein vor allem Citrullin zum Einsatz.

Pro und Kontra der Training Booster

Wie gezeigt, können Training Booster in verschiedenen Situationen helfen – als Motivationsverstärkung, zur Unterstützung des Pump-Effekts und zur Überwindung von vorübergehender Ermüdung und Erschöpfung. 

Dementsprechend macht eine Anwendung in genau diesen Konstellationen zweifelsfrei Sinn. 

Problematisch wird es jedoch, wenn Booster regelmäßig zum Einsatz kommen und praktisch keine Trainingseinheit mehr ohne ein vorab eingenommenes Supplement bewältigt werden kann – ob aus objektiven oder auch nur aus subjektiven Gründen ("ohne Booster pack ich das nicht"). Faktisch gewöhnt sich der menschliche Körper an jede Substanz, die regelmäßig zugeführt wird: Besonders bei Koffein ist der Gewöhnungseffekt bei häufigem Einsatz nachweisbar und reduziert somit die Wirkung, die eigentlich die Intention hinter der Anwendung ist. 

Negativ kann sich auch ein Zuviel an Boostern auswirken: Gerade in Kombination mit Energy Drinks können Booster zur Belastung des Herz-Kreislauf-Systems werden.

Daher sollte der Einsatz gut überlegt werden und zum Beispiel bei besonders schweren Trainingseinheiten, nach wenig Schlaf oder vor Wettkämpfen genutzt werden.

Do it yourself: Training Booster Marke Eigenbau

Da viele der gängigen Training Booster ordentlich ins Geld gehen, können selbst zusammengestellte Booster eine Alternative darstellen. Wie oben gezeigt, basiert die Mehrzahl der üblichen Booster auf der Wirkung von Koffein. Es ist daher einfach, eine Booster-Mischung unter genau der Verwendung von Koffein selbst zu entwickeln: Koffein gibt es in Pulverform, aber auch in Tablettenform in jeder Apotheke. Üblicherweise betragen die Kosten für eine Packung mit 50 Tabletten nur wenige Euro. Die Dosierung ist üblicherweise 0,2 Gramm pro Tablette – dies entspricht einer Tasse Espresso.

Wer einen Booster mit Kreatin wünscht, kann dies genauso variieren wie diejenigen, die zusätzlich zum Wachwerden noch eine Unterstützung für den Muskelpump wünschen: Auch hier kann Citrullin als Einzelprodukt hinzugefügt werden, um die eigene Mischung zu modifizieren. Zwar ist Citrullin im Einkauf nicht annähernd so günstig wie Koffein – jedoch benötigt man hiervon auch lediglich 5 bis maximal 8 Gramm pro Anwendung: Eine Dose von 400 Gramm reicht dementsprechend für mindestens 50 Anwendungen!

Für den Geschmack kommen die sogenannten Flavour Drops zum Einsatz und für die Pre-Workout-Versorgung mit Kohlenhydraten Maltodextrin oder Traubenzucker; wen das leicht bittere Aroma der Mixtur nicht stört, kann den eigenen Training Booster natürlich auch ohne geschmackliche Unterstützung benutzen.

Training Booster: Fazit

Wie gezeigt, lassen sich Booster sinnvoll in die eigene Trainingsroutine einbauen. Sie können sinnvoll über Motivationsschwächen hinweghelfen und die ein oder andere Trainingseinheit optimieren. Eine dauerhafte Anwendung von Boostern ist nicht indiziert und führt zu Gewöhnungseffekten, die eine Reduzierung der Wirkung nach sich ziehen.

Um die Kosten für die Unterstützung durch Training Booster im Rahmen zu halten, können identische Mischungen selbst zusammengestellt werden. Diese garantieren zum einen die Verwendung von Zutaten, die man selbst für gut befindet als auch zum anderen die kostengünstige Variante eines effektiven Produkts.

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